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  • sarahduevel

Migräne, der Kopfschmerz der Perfektionisten ?!

Aktualisiert: 29. Apr. 2022


Der Druck ist hoch, trotz Migränekrankheit, alles schaffen zu wollen. Sie ist immer da, nur sieht man sie nicht direkt. Denn während eines Anfalls fehlen mir keine Gliedmaßen oder ähnliches und ist somit für mein Gegenüber völlig unsichtbar und schwer zu verstehen.


Vielleicht entsteht der Perfektionismus, auf Grund der spontanen Ausfälle. In der Zeit, wo es mir gut geht, versuche ich alles in Ordnung zu halten. So eine Art Prävention für dann, wenn es mal wieder nicht geht, wo ich gar nichts mehr unter Kontrolle habe, mein Körper sich völlig verselbstständig und ich abwarten muss, bis der Anfall vorbei ist.


Ich habe eine besondere magische Fähigkeit: Ich lasse Menschen glauben, dass ich eine ganz normal funktionierende Mutter bin, irre, was?






Selbstliebe als Schlüssel gegen den Perfektionismus?


Sich selbst eine gute Mutter zu sein, sich gut um sich zu kümmern, dafür sorgen, dass es MIR gut geht, ist wichtig. Damit ich dann auch Energie für meine Kinder habe. Sie zu halten, sie zu begleiten auf ihrem Weg ins Groß werden.


Es ist wichtig, sich in den migränefreien Zeiten mit sich selbst zu beschäftigen.

Man kann zum Beispiel Selbstliebe praktizieren, in Form von liebevollen Selbstgesprächen. Beobachte doch mal deine eigenen Gedanken, von „meine Augenringe sind so tief dunkelblau, dass ich einfach nur unmöglich aussehe“, hinzu zu „natürlich bin ich gezeichnet von meinem letzten Anfall, das ist okay. Und absolut klar, bei all‘ dem was wieder war. Dafür sehen meine Haare heute großartig aus.

Suche bewusst nach den schönen Seiten an dir, nicht nach den Makeln.

Ein hilfreicher Glaubenssatz, der eine selbstwertverstärkende Wirkung hat, ist z.B. Ich bin dankbar für meinen Körper, für all‘ das Gesunde was da ist, außerhalb der Migräne. Und ich schöpfe daraus die Kraft für die schlechten Tage.


Selbstfürsorge leben, sich etwas Gutes tun, seine eigenen Bedürfnisse an erster Stelle stellen und vor allem üben, diese erst einmal wahrzunehmen. Ist es vielleicht ein leckerer Kaffee irgendwo am Strand, ein Treffen mit einer Freundin zum ausführlichen Quatschen oder eine schöne Sporteinheit. Einfach mal ausprobieren und beobachten, was dir guttut, woraus kannst du für deinen Alltag Kraft schöpfen?!



Ich bin mir sicher, Perfektionismus im richtigen Maße gelebt, kann uns als MaMis sogar sehr zugutekommen. Denn wenn ich während eines Komplettausfalls den Familienalltag so organisiert habe, dass es fast ohne Einschränkungen weiterläuft, kann ich auch besser meine Migräneattacke auskurieren.




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